Architektur des 9/11-Mahnmals und -Museums: Reflektierende Leerräume, Namen in Bronze und Erinnerung, die im Fundament verankert ist

Das 9/11 Memorial and Museum, das oberirdisch niedrig, ruhig und bewusst zurückhaltend gestaltet ist, versteht sich eher als architektonische Antwort auf den Verlust denn als herkömmliches Denkmal. Der Architekt des Mahnmals, Michael Arad, gestaltete das Gelände in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Peter Walker rund um das Thema der Abwesenheit: zwei Hohlräume, fließendes Wasser und ein Baumhain an der Stelle, an der einst die Zwillingstürme standen. Im Folgenden führt Sie das von Davis Brody Bond entworfene Museum mit dem von Snøhetta gestalteten Eingangspavillon hinunter in die ursprünglichen Fundamente des World Trade Centers. Gemeinsam verwandeln diese Räume die Skyline, die Landschaft und die Ausgrabungsstätte in eine Abfolge von Erinnerungen – eine, die Sie besser verstehen werden, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

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Ein kurzer Überblick über die Architektur des 9/11-Mahnmals und -Museums

Offizieller Name

Nationale Gedenkstätte und Museum des 11. September

Standort

180 Greenwich Street, Lower Manhattan, New York (Google Maps: „9/11 Memorial & Museum“)

Kategorie

Gedenkplatz und unterirdisches Geschichtsmuseum

Gedenkstätte eröffnet

  1. September 2011

Das Museum wurde eröffnet

Mai 2014

Standortmaßstab

Oberirdisch etwa 8 Acres (3,2 ha); das Museum erstreckt sich über eine Tiefe von etwa 21 m (70 ft)

Hauptstile

Minimalistisches Gedenkstätten-Design, zeitgenössische Landschaftsarchitektur und zurückhaltender Modernismus

Leitende Designer

Michael Arad, Peter Walker, Davis Brody Bond und Snøhetta

Wissenswertes

Zwei 1 Acre große Spiegelteiche nehmen genau die Grundfläche der Zwillingstürme ein

Architektonische Stilrichtungen und Einflüsse

Die Website verbindet Minimalismus – eine reduzierte Formensprache, die auf Verzierungen verzichtet – mit Landschaftsarchitektur, bei der Bäume, Pflaster, Bewegung und Geräusche das Erlebnis ebenso prägen wie Wände. Anstelle einer heroischen Statue oder eines Triumphbogens setzt das Denkmal auf Leere, Wasser und Wiederholung. Dadurch wirkt es eher wie eine sorgfältig gestaltete Stadtlandschaft als wie ein traditionelles Denkmal.

Das Museum erhält eine zusätzliche modernistische Note: Glas, Stahl, freiliegende Tragkonstruktion und eine unverhüllte Darstellung der beschädigten Fundamente. Die Gesamtwirkung ist fast schon filmisch. Oberirdisch wirkt der Platz wie eine Atempause im dichten Straßenraster von Lower Manhattan; unterirdisch offenbart die Architektur die verborgenen Teile der Stadt und die ursprüngliche Bauweise des World Trade Centers. Vor Ort lässt sich dieser Kontrast deutlich erkennen: ruhige, horizontale Flächen am Denkmal, gefolgt von einem dramatischen Abstieg hin zu rohem Beton, Stahl und Felsgestein.

Der Gedenkplatz von oben

Luftaufnahme, die die beiden quadratischen Spiegelteiche auf dem Grundriss der ursprünglichen Zwillingstürme zeigt, umgeben von Weißeichen und den neuen Türmen des World Trade Centers.

Museumspavillon und Dreizacke

Ein eckiger Glaspavillon, in dessen Inneren zwei hoch aufragende Stahlsäulen in Dreizackform zu sehen sind, vor dem Hintergrund der umliegenden Wolkenkratzer.

Architektonische Höhepunkte des 9/11 Memorial and Museum / Gestalterische Höhepunkte und charakteristische Merkmale

Reflecting pool with cascading waterfalls

Spiegelbecken

Jedes der riesigen Becken erstreckt sich über die Grundfläche eines Turms, wobei das Wasser an allen vier Seiten fast 9,1 m (30 ft) in die Tiefe stürzt, bevor es in einem kleineren zentralen Hohlraum verschwindet.

Engraved bronze names beside memorial water
Survivor Tree in the memorial plaza
Glass pavilion with preserved steel tridents
Preserved Survivors' Stairs inside the museum

Der Wettbewerb und die Kernidee
Nach den Anschlägen musste das Gelände des World Trade Centers sowohl wieder aufgebaut als auch als Ort des Gedenkens gestaltet werden. Ein internationaler Designwettbewerb zog Tausende von Einsendungen an, und Michael Arads Entwurf, der später gemeinsam mit Peter Walker weiterentwickelt wurde, wurde aufgrund seiner überzeugenden Kernidee ausgewählt: die Türme durch Leere zu kennzeichnen, nicht durch Ersatz. Die Fußabdrücke selbst wurden zum Denkmal.

Errichtung des Gedenkplatzes
Im Zuge der Ausarbeitung des Gesamtplans für das World Trade Center musste die Gedenkstätte in eine aktive Baustelle integriert werden, die von künftigen Hochhäusern, Verkehrsanbindungen und Sicherheitsanforderungen umgeben war. Der Platz wurde am 11. September 2011 eröffnet; die beiden Zwillingsbecken, die Bronzebrüstungen und der Hain aus Weißeichen prägten bereits damals den ruhigen, besinnlichen Charakter des Ortes.

Ausgrabungen im darunterliegenden Museum
Das Museum erforderte einen anderen architektonischen Ansatz. Anstatt ganz von vorne anzufangen, bauten die Architekten auf den ursprünglichen Überresten auf, darunter die Schlitzwand, die „Survivors’ Stairs“ und später die „Last Column“ in der Foundation Hall. Das Museum wurde 2014 eröffnet und machte das erhaltene Gebäude zum Mittelpunkt des Besuchererlebnisses.

Ständige Weiterentwicklung
Spätere Ergänzungen, darunter die „Memorial Glade“, erweiterten die Gedenklandschaft, ohne dabei den zurückhaltenden Charakter der Gedenkstätte zu beeinträchtigen.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte des 9/11 Memorial and Museum.

Das Äußere des 9/11 Memorial and Museum

Aus der Ferne betrachtet ragt das Denkmal nicht über Lower Manhattan hinaus – es fügt sich vielmehr in die Stadt ein. Umgeben von hohen neuen Bürohochhäusern, darunter das One World Trade Center, wirkt das Gelände wie eine ruhige Lichtung inmitten der dichten Stadtlandschaft. Je näher man kommt, desto deutlicher wird die Gestaltung: zwei riesige quadratische Freiflächen, gepflasterte Wege, Reihen von Sumpf-Weißeichen und bronzerne Brüstungen, die mit maßvoller Präzision die Umrisse der verschwundenen Türme nachzeichnen.

Aus der Nähe betrachtet verlagert sich der Blick von der Skyline hin zur Struktur. Man hört die Wasserfälle, noch bevor man ihre ganze Größe richtig erfasst, und bemerkt dann, wie der dunkle Stein, das fließende Wasser und das warme Bronze einen in ihren Bann ziehen. Der „Survivor Tree“ durchbricht das strenge Raster des Platzes mit etwas Lebendigem und Asymmetrischem. Der niedrige Glaspavillon am Rande des Platzes tritt nicht in Konkurrenz zu den Wasserbecken, sondern fungiert als ruhiger Übergang zum darunter liegenden Museum. Am frühen Morgen sind die Sichtverhältnisse am klarsten und das Licht am sanftesten; in der Abenddämmerung verstärkt das beleuchtete Wasser die stimmungsvolle Atmosphäre des Ortes.

Das Innere des 9/11-Mahnmals und -Museums

Der Innenraum präsentiert sich als Abstieg durch drei unterschiedliche Bereiche. Zunächst kommt der Pavillon, wo Tageslicht, Glas und die erhaltenen Dreizacke eine optische Verbindung zu den ehemaligen Türmen herstellen. Dann übernimmt der Abstieg: Rampen, Treppen und wechselnde Lichtverhältnisse bereiten Sie auf den Übergang vom öffentlichen Platz zur archäologischen Stätte vor. Schließlich mündet die Foundation Hall in einen weitläufigen unterirdischen Raum, in dem die Schlitzwand, der Felsuntergrund und die „Last Column“ die bauliche Realität des ursprünglichen World Trade Centers unübersehbar machen.

Wenn Sie nur 30–60 Minuten Zeit haben, bleiben Sie im Erdgeschoss, umrunden Sie beide Becken, machen Sie eine Pause am Survivor Tree und betrachten Sie die Fassade des Pavillons vor dem One World Trade Center. Wenn Sie 2–3 Stunden Zeit haben, sollten Sie den gesamten Museumsrundgang einplanen und sich die erhaltenen baulichen Elemente unterhalb des Erdgeschosses genauer ansehen.

Erfahren Sie mehr in diesem Leitfaden zum 9/11-Museum.

Häufig gestellte Fragen zur Architektur des 9/11 Memorial and Museum

Die prägenden Merkmale sind die beiden Spiegelteiche, die auf den Grundrissen der Zwillingstürme angelegt wurden, die Bronzebrüstungen mit den Namen, der Platz aus Weißeiche, der gläserne Eingangspavillon sowie das unterirdische Museum, das um erhaltene bauliche Überreste wie die Schlitzwand und die „Last Column“ herum errichtet wurde.

Weitere Infos

Die Geschichte des 9/11-Mahnmals und -Museums

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